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Ohrakupunktur

Der berühmte griechische Arzt Hippokrates erkannte im 4. Jahrhundert vor Christus die Möglichkeit, über die Ohrmuschel zu therapieren. In Persien und Ägypten wurde die Ohrakupunktur bereits vor 2000 Jahren zur Schmerzlinderung ebenso eingesetzt wie zur Empfängnisverhütung. Valsalva berichtet 1717 über die erfolgreiche Behandlung von Zahnschmerzen. 1950 erforschte der berühmte Franzose Paul Nogier systematisch die Ohrakupunktur. Ihm waren bei seinen arabischen Patienten Narben an der Ohrmuschel aufgefallen. Diese Patienten berichteten, dass bei ihnen in ihren Heimatländern wegen starken Rückenschmerzen eine Kauterisation (das bedeutet ein „Verbrennen“ von Gewebe) bestimmter Ohrbereiche durchgeführt worden war. Innerhalb von Minuten bis Stunden sei es zu einem bleibenden Nachlassen der Schmerzen gekommen. In der Folgezeit erkannte Nogier, dass der gesamte menschliche Körper am Ohr abgebildet ist und entwickelte großartige Therapiekonzepte. Weitere, getrennt voneinander tätige Schulen, bestätigten die Ergebnisse von Nogier und entwickelten die Methode weiter.
Am menschlichen Ohr befinden sich ca. 200 bekannte Akupunkturpunkte. Es konnte bewiesen werden, dass nur funktionsgestörte Punkte tatsächlich auf Schmerzreize reagieren. Durch subtile Untersuchungstechniken findet der geübte Akupunkteur die entsprechenden Punkte. Über diese Ohrpunkte kann der gesamte menschliche Körper mit all seinen gestörten Funktionen behandelt werden. Auch das Setzen von Dauernadeln ist möglich. Eine besondere Form stellt die Ohr-Implantatakupunktur dar. Auch die schmerlose Laserstimulation am Ohr ist möglich.
Die Ohrakupunktur kann als alleinige Methode oder in Ergänzung zur Körperakupunktur angewendet werden. Es konnte wiederholt gezeigt werden, dass eine gezielte Ohrakupunktur zu Einsparungen von Medikamenten führt.
Besonders bewährt hat sich die Ohrakupunktur bei folgenden Indikationen:

  • Schmerztherapie
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes
  • Urogenitale Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Allergische Erkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Hormonelle Erkrankungen
  • Befindlichkeitsstörungen, Angststörungen bis hin zu psychischen Erkrankungen
  • Suchterkrankungen

Anmerkung: In den USA haben straffällige Drogenabhängige die Wahl zwischen Akupunkturbehandlung oder Freiheitsentzug.

 

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